EBZ-Sommerakademie 2018
Nachwuchskräfte mutig genug für die digitale Zukunft

Die Digitalisierung ist in aller Munde. Doch welche Potenziale und Risiken birgt die Digitalisierung für die Wohnungswirtschaft und wie können und sollen sich die Unternehmen diesem schwer greifbaren Thema nähern? Versteckt sich hinter dem Begriff nur ein kurzweiliger Hype oder doch ein Megatrend? Oder sollten Wohnungsunternehmen Digitalisierungsstrategien entwickeln, um die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich meistern zu können? Wissbegierig beleuchteten die rund 85 Teilnehmer der Sommerakademie der Wohnungswirtschaft 2018 diese und weitere Fragen. Neue Erkenntnisse und Innovationsfreude tragen sie nun in die Unternehmen.

Mutig, offen und neugierig sollen die jungen Potenzialträger der Digitalisierung entgegen treten, so der Appell von Prof. Dr. Tobias Kollmann, Professor an der Universität Duisburg-Essen und Experte für digitale Transformation, direkt zu Beginn der viertägigen Veranstaltung. Die Digitalisierung fordere sowohl Lust zum Ausprobieren als auch Raum zum Experimentieren, den die Unternehmen ihren Mitarbeitern bereitstellen sollten, so der Experte weiter.

Impressionen von der Sommerakademie 2018 (© EBZ)

EBZ-Sommerakademie
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Digitalisierung zum Anfassen

Dieser Aufforderung folgend, probierten die Nachwuchskräfte der Immobilienwirtschaft aus ganz Deutschland bei der Materna TMT, einem europaweit tätigen IT-Unternehmen, digitale Tools und ihre Möglichkeiten aus. Digitalisierung anfassen und greifbar machen stand hier im Vordergrund. Die Teilnehmer erlebten die Zukunft von Wohnungsbesichtigungen durch den Einsatz von Virtual Reality Brillen. Sie setzten sich mit den Möglichkeiten digitaler Mieterkommunikation über Chat Bots auseinander und betrachteten personalisierte Videosequenzen, die Mieterfragen, zum Beispiel zu Nebenkostenabrechnungen, erläutern.

Digitalisierung in der wohnungswirtschaftlichen Praxis

Während die Digitalisierung mit hoher Geschwindigkeit voranschreitet, ist das Angebot der Wohnungsunternehmen, nämlich Wohnen und Wohngebäude, von langen Lebenszyklen geprägt. Keineswegs darf die Wohnungswirtschaft aber den Anschluss an die digitalen Entwicklungen verlieren. Anhand von Beispielen der Joseph-Stiftung veranschaulichte ihr Vorstand Dr. Wolfgang Pfeuffer, wie wichtig es ist, in innovative Geschäftsfelder zu investieren und neue Wege zu gehen. Rolf Hammesfahr, Geschäftsführer LCS Consulting und Service GmbH, der IT-Einheit der LEG Immobilien AG, erläuterte, wie sich die Geschäftsprozesse des Wohnungsunternehmens mit Hilfe digitaler Tools geändert haben und welche Vorteile daraus für das Unternehmen entstanden sind. Auch für Immobilienmakler bringe die Digitalisierung Veränderungen. In Zukunft, so Thomas Schüttken, Geschäftsführer der Böcker Immobilien GmbH, stehe dank digitaler Prozesse die Kunden- und Serviceberatung im Vordergrund.

Mit namhaften Akteuren der Branche, darunter Dr. Christian Lieberknecht, GdW-Geschäftsführer, Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, und Peter Wallner, InWIS-Geschäftsführer, diskutierten die Teilnehmer im Anschluss über Chancen und Risiken der Digitalisierung für die Wohnungswirtschaft.

Blick über den Tellerrand – Inspiration für die wohnungswirtschaftliche Unternehmenspraxis

Dieses Thema vertiefte Dagmar Hotze, Journalistin, spezialisiert auf Zukunftsthemen der Immobilienwirtschaft, am letzten Tag der Sommerakademie. Sie erläuterte die Potenziale, die in der Zusammenarbeit mit PropTechs für Wohnungsunternehmen stecken, und beleuchtete gemeinsam mit den Nachwuchskräften deren Philosophie und Arbeitsweise. Die Teilnehmer der Sommerakademie erhielten Einblicke in die innovativen Produktentwicklungen von Casavi, einem Cloud-Plattform-Anbieter für digitale Immobilienverwaltung, Doozer, einer Plattform für Modernisierungsvorhaben von Wohnungsunternehmen, sowie von der Zuhause Plattform, die eine Schnittstelle zwischen intelligenter Gebäudetechnologie und moderner Verwaltungssoftware herstellt und die Lücke damit schließt.

Neben dem hohen Grad an Wissensvermittlung stand Netzwerken im Vordergrund der Sommerakademie der Wohnungswirtschaft. „Die nächste Generation der Nachwuchskräfte in den wohnungswirtschaftlichen Unternehmen ist voller Eifer und bereit, die Chancen der Digitalisierung für ihre Unternehmen zu nutzen. Die gewonnene Inspiration und Innovationsfreude aus der Sommerakademie tragen die jungen Nachwuchstalente nun in ihre Unternehmen“, so Rüdiger Grebe, Leiter der EBZ Akademie.
Thon, MadeleineIhre Ansprechpartnerin
Madeleine Thon


EBZ - Teamleiterin Inhouse Trainings
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