Wohnungswirtschaft hat Rahmenvereinbarung unterzeichnet
Ergebnisse des Wettbewerbes zum seriellen und modularen Bauen

Modulbau

Im Ergebnis des Wettbewerbs für die "GdW Rahmenvereinbarung serielles und modulares Bauen" wurde am 22. Mai 2018 an neun Bieter der Zuschlag erteilt. Im Rahmen einer Pressekonferenz beim Spitzenverband GdW in Berlin wurden daraufhin am 29. Mai die Ergebnisse des Wettbewerbs bekanntgegeben.

Seit Ende Mai, stehen die Ergebnisse des ersten europaweiten Ausschreibungsverfahrens für serielles und modulares Bauen stehen fest. Neun Bieter erhielten am 29. Mai in Berlin den Zuschlag für ihre innovativen Wohnungsbaukonzepte, aus denen Mitgliedsunternehmen des GdW ab sofort auswählen können. Dazu wurde im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, dem Bundesbauministerium, dem Hauptverband der Bauindustrie und der Bundesarchitektenkammer eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet.

Mit der Vereinbarung sollen Wohnungsunternehmen in ganz Deutschland die Möglichkeit erhalten, ihre Wohnungsneubauprojekte schneller, einfacher, kostengünstiger und in gleichbleibend hoher Qualität zu realisieren. Die Zeitersparnis ergibt sich sowohl daraus, dass Teile der Projektausschreibung und -vergabe sowie der Planung eines vorgesehenen Wohnungsbaus durch die Rahmenvereinbarung vorweggenommen werden – als auch durch kürzere Baustellenzeiten – dank der Vorfertigung von Bauteilen. Wohnungsunternehmen sollen künftig aus den neun Angeboten des Rahmenvertrags das für sie passende Gebäudemodell auswählen, das anschließend nur noch an das vorhandene Grundstück angepasst werden muss.

Die Angebotspreise der neun Modellgebäude liegen zwischen 2.000 und 3.200 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und somit unter den durchschnittlichen Herstellungskosten für Mehrfamilienhäuser in Deutschland. Die in der Vereinbarung festgeschriebenen Preise gelten für insgesamt fünf Jahre. Skaleneffekte sind bei Mehrfachbeauftragung eines Modellgebäudes im Angebot enthalten. Durch eine weiter zunehmende Vorfertigung der Bauteile, werden künftig weitere Kostenvorteile bei den seriellen und modularen Wohnungsbauprojekten erwartet.

Aus rund 50 Bewerbern wurden 15 Teilnehmer ausgewählt, die anschließend ihre Angebote eingereicht haben. Die Konzepte wurden in einem aufwändigen Verfahren durch ein eigens einberufenes Bewertungsgremium geprüft und bewertet. Dieses setzte sich aus Experten der Bau- und Wohnungswirtschaft, dem Forschungsbereich aus dem gesamten Bundesgebiet sowie Vertretern des Bundesbauministeriums zusammen. Die endgültige Auswahl der neun Bieter erfolgte auf Grundlage der Ergebnisse des Bewertungsgremiums durch den GdW als Vergabestelle.

Das Bewertungsgremium betrachtete die eingereichten Angebote unter folgenden Gesichtspunkten: eine gestalterisch ansprechende Architektur, städtebaulich variable Gebäude, eine Minimierung von Verkehrsflächen, ausreichende Belichtung für Wohnkomfort und Energieeffizienz, kompakte und flächeneffiziente Wohnungsgrundrisse, ein Drittel barrierefrei nutzbare Wohnungen, energieeffiziente und nachhaltige Gebäudekonzepte sowie ein hohes Maß an Standardisierung zugunsten von zeit- und kostensparendem Bauen.

Foto: © VdW südwest

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