IdsteinFachausschuss für Planung und Technik
Modulares Bauen in Idstein

Am 13. Dezember hat in Idstein die letzte Sitzung des Fachausschusses für Planung und Technik im Jahr 2018 stattgefunden. Der Fachausschussvorsitzende Ditmar Joest, kwb Kommunale Wohnungsbau GmbH Rheingau Taunus, Bad Schwalbach, hatte nach Idstein in das alte Amtsgericht geladen, um im Anschluss mit den Fachausschussmitgliedern die Baustelle des gerade entstehenden Modulbaus „In der Eisenbach“ zu besichtigen. Die kwb ist das erste Unternehmen, das die neue Rahmenvereinbarung für serielles und modulares Bauen des GdW in Anspruch nimmt.

Zuvor stellte Dr. Axel Tausenpfund, Verbandsdirektor des VdW südwest, den Ausschussmitgliedern die wichtigsten wohnungswirtschaftlichen Themen vor. Eines der aktuellen Themen auf EU-Ebene ist die Fusion von Unitymedia und Vodafone, hierzu hat der VdW südwest gegenüber der EU-Kommission Stellung genommen. Aktuelles Thema auf Bundesebene ist das Mietrechtsanpassungsgesetz, welches zum 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist. Eine wesentliche Änderung ist die Absenkung der Modernisierungsumlage von elf auf acht Prozent. Des Weiteren erläuterte Tausendpfund die aktuellen Entwicklungen in der hessischen Politik, mit besonderem Fokus auf die gegenwertig laufenden Koalitionsverhandlungen.


Gastgeber Joest stellte anschließend das zu besichtigende Projekt „In der Eisenbach“ vor und präsentierte unter anderem die einzelnen Fertigungsschritte der Module. Besonders spannend hierbei ist, dass die Stahlbetonraumzellen mit einem sehr hohen Vorfertigungsgrad auf der Baustelle angeliefert werden. So sind die Module bei der Anlieferung beispielsweise bereits mit Sanitärobjekten ausgestattet. Die Ausführung erfolgt durch die Lechner Group Frankfurt.

Im Anschluss an die Sitzung wurde das zuvor vorgestellte Projekt besichtigt. Auf der Baustelle konnten die Teilnehmer die Anlieferung der Module live miterleben und das Ergebnis der letzten drei Tage betrachten. Innerhalb von nur vier Tagen wird der Rohbau vollendet, sodass bereits zum 1. April 2019 die ersten Mieter in die geförderten Wohnungen einziehen können.

Mit einem sogenannten Punkthaus wird in einem bestehenden Wohngebiet der 70er-Jahre in Idstein nachverdichtet. Dabei entstehen insgesamt neun Wohneinheiten und 13 Pkw-Stellplätze. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 2,4 Millionen Euro. Die Wohnungen werden nach dem hessischen Wohnraumfördergesetz mit einem Darlehen des Landes finanziert. Eines der Hauptargumente für eine Bauausführung in Modulbauweise war für die kwb, dass durch die kurze Bauzeit die Emissionsbelastung für die Anwohner deutlich geringer ist als bei einem konventionellen Bau. Zudem sind die Baukosten verlässlich kalkulierbar.

Tausendpfund lobte das Projekt: „Als erstes Unternehmen, das die Rahmenvereinbarung des GdW umsetzt, übernimmt die kwb eine Vorreiterrolle in der Wohnungswirtschaft und zeigt, dass serieller und modularer Wohnungsbau schnell, kostengünstig und in hoher Qualität umgesetzt werden kann. Dass das erste Projekt dieser Art in unserem Verbandsgebiet errichtet wird, freut mich ganz besonders“.

Für Fragen rund um das Projekt standen neben Joest auch der Architekt Robert Müller von planquadrat in Darmstadt sowie der Bauunternehmer Bernd Lechner, Geschäftsführer der Lechner Immobilien Development GmbH, zur Verfügung.

Foto (v. l. n. r.): Robert Müller, Architekt planquadrat; Bernd Lechner, Geschäftsführer der Lechner Immobilien Development GmbH; Dr. Axel Tausendpfund, Verbandsdirektor des VdW; Ditmar Joest,Geschäftsführer der kwb Kommunale Wohnungsbau GmbH Rheingau Taunus © Laura-Sophie Knapp

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