Neue Wohnraumhilfe Darmstadt
Hessische Umweltministerin Priska Hinz übergibt Förderbescheid

Neue WohnraumhilfeAm 2. August 2018 überreichte die hessische Umweltministerin Priska Hinz 5,3 Millionen Euro an die Neue Wohnraumhilfe in Darmstadt. Gemeinsam mit dem Planungsbüro „Faktor 10“ werden auf den Konversionsflächen der Stadt in der Lincoln-Siedlung, einer ehemaligen Wohnsiedlung der amerikanischen Streitkräfte, insgesamt 42 Wohnungen umgebaut und errichtet.

Hinz betonte, dass das „PassivhausSozialPlus“ ein „wegweisendes Modellprojekt“ ist – ein Wohnbauprojekt, das dem Nachhaltigkeitsprinzip und dem Klimawandel geschuldet sei. Sie überreichte den Förderbescheid über 5,3 Millionen Euro an Wolfgang Bauer-Schneider, den früheren Geschäftsführer der Wohnraumhilfe, der das Projekt bis zur Realisierung betreuen wird. In dem 10,3 Millionen teuren Bauvorhaben in der Einsteinstraße, entstehen insgesamt 42 Wohneinheiten in denen zukünftig Mieter mit Transferleistungen, Senioren, Alleinerziehende sowie Menschen mit Handicap leben sollen – Menschen, die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind.

Für die Realisierung des Projektes, arbeitet die Neue Wohnraumhilfe mit den Darmstädter Architektur- und Planungsbüros Faktor 10 und Dörfer-Grohnmeier zusammen. Ziel des Projektes ist es, Sozialwohnungen mit einer niedrigen Betriebskostenpauschale inklusive eines Wasser- und Strombudgets zu errichten. Sowohl der Bauherr als auch die Büros haben es sich zur Aufgabe gestellt, die Nebenkosten deutlich zu reduzieren und zugleich preiswerten Wohnraum mit einer sozialgebundenen Warmmiete zu planen und zu schaffen.

Neue Wohnraumhilfe gGmbH

Um Kosten einzusparen, hatte man sich entschlossen, nur das hintere Drittel des bestehenden Gebäudes abzureißen. Auf dieser Fläche wird ein Neubau entstehen, der mit Fahrstuhl und weiteren Maßnahmen komplett barrierefrei ausgestattet ist. „Neue Bausubstanz bedeutet schon bei der Herstellung der Materialien einen hohen Energieaufwand. Deshalb wollten wir so viel wie möglich erhalten. Zudem wollten wir im Bestand so wenig wie möglich grundlegend umbauen, was immer sehr aufwendig und teuer ist“, sagte Rasch vom Siedlungs- und Hochbau-Planungsbüros „Faktor 10“. Da nicht alle Mieter sämtliche Maßnahmen für Barrierefreiheit benötigen, wird diese nur im Neubau verwirklicht. „So sparen wir durch die Kombination aus Alt und Neu eine Menge Geld“, so Rasch weiter.

Das Passivhaus steht nach Auskunft von Rasch und dem Architekten Helmut Dörfer für „gesundes und behagliches Wohnen mit höchster Energieeffizienz“. Alle 42 Wohnungen werden im sozial geförderten Wohnungsbau errichtet. Durch die städtische Beteiligung wird die Belegung der Wohnungen durch das städtische Wohnungsamt und gleichzeitig eine Grundmiete in Höhe von 6,50 Euro pro Quadratmeter gesichert.

Foto oben: Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt Jochen Partsch, Projektleiter/ehem. Geschäftsführer Wolfgang Bauer-Schneider (Neue Wohnraumhilfe), Umweltministerin Priska Hinz;
Foto Mitte: Modell, Ansicht Süd-Ost;
Fotos: © Neue Wohnraumhilfe gGmbH

Knapp, Laura | ©manjit jariIhre Ansprechpartnerin
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